French Open: Polnische Qualifikantin setzt Erfolgslauf fort
Das Tennismärchen der Qualifikantin Maja Chwalinska bei den French Open geht weiter. Die 24-jährige Polin zog am Mittwoch durch ein 7:6 (7/3) 6:3-Sieg gegen die an Nummer 22 gesetzte Russin Anna Kalinskaja sensationell ins Halbfinale des Sandplatzklassikers ein. Kalinskaja hatte im Achtelfinale ÖTV-Spielerin Anastasia Potapova ausgeschalten.
"Ich war definitiv nervös. Ich war gestresst und habe versucht, mich auf meinen Job und mein Spiel zu konzentrieren. Ich bin glücklich, dass ich das geschafft habe", sagte Chwalinska im Interview auf dem Court Philippe-Chatrier.
Die Weltranglisten-114. stellte mit ihrem Sieg auch die Bestmarke für eine Qualifikantin bei den French Open ein. 2020 war die Argentinierin Nadia Podoroska in Paris ebenfalls in die Runde der besten vier eingezogen, nachdem sie sich in der Qualifikation einen Startplatz für das Hauptfeld erkämpft hatte.
Im Kampf um den Finaleinzug trifft Chwalinska entweder auf die Weltranglistenerste Arina Sabalenka aus Belarus oder auf Diana Schnaider (RUS/25). Auf die Frage, was sie bis zum Halbfinale am Donnerstag machen werde, antwortete die Polin: "Nur schlafen, mein Tee, vielleicht ein bisschen Netflix schauen – und dann geht es mir gut."
Vor den French Open hatte man ursprünglich mit einer anderen Polin im Halbfinale gerechnet. Chwalinskas Landsfrau, die viermalige French-Open-Gewinnerin Iga Swiatek, ist in Paris jedoch bereits im Achtelfinale ausgeschieden. "Ich kenne sie, seit wir zehn Jahre alt waren. Wir haben definitiv eine lange gemeinsame Geschichte", sagte Chwalinska: "Sie ist ein großartiger Champion und eine große Inspiration für uns alle in Polen."