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Champions League: Enrique führt PSG in Erfolgsära

Champions League: Enrique führt PSG in Erfolgsära

Champions League: Enrique führt PSG in Erfolgsära

Im Finale der UEFA Champions League hat Paris Saint-Germain am Samstag in Budapest durch ein 4:3 im Elfmeterschießen den Traum des FC Arsenal vom ersten Titel in der Königsklasse kurz vor dem Ziel beendet und den Titel verteidigt. Danach wurde vor allem Trainer Luis Enrique gefeiert, der PSG mit seinem dritten Sieg in der Champions League endgültig in eine Erfolgsära geführt hat und selbst Aufnahme in einem exklusiven Kreis fand.

Wie einen König trugen die PSG-Spieler ihren Trainer auf den Schultern. Mit dem silbernen Pokal in den Armen ließ sich der Spanier feiern. Dem 56-jährigen Spanier war das gelungen, was vor ihm nur Zinedine Zidane, Josep Guardiola und Carlo Ancelotti geschafft hatten: drei Triumphe als Trainer in der Königsklasse.

2015 hatte Enrique mit Barcelona den Titel geholt, 2025 und 2026 mit PSG noch zwei Titel nachgelegt. "Luis Enrique III. krönt sich mit PSG. Drei Champions-League-Titel bestätigen ihn als einen der größten Trainer der Geschichte und als den derzeit besten", schrieb etwa "Mundo Deportivo". "Marca" ließ den PSG-Coach "in den Olymp" aufsteigen und "Sport" forderte "eine Statue in Paris".

Dabei hatte der Deutsche Kai Havertz die Engländer durch sein Führungstor in der sechsten Minute lange träumen lassen. Erst Mitte der zweiten Halbzeit (65.) erzielte Weltfußballer Ousmane Dembele durch einen Foulelfmeter den Ausgleich und rettete den Favoriten in die Verlängerung.

Die blieb torlos. Im Elferschießen vergab zunächst Eberechi Eze für Arsenal und Nuno Mendes für PSG. Als schließlich auch Gabriel seinen Elfer nicht verwerten konnte, stand der neuerliche Erfolg für die Pariser fest. Als erster Club seit Real Madrid 2018 verteidigten die Franzosen ihren Titel. Maßgeblich dafür verantwortlich Trainer Enrique.

Der 56-jährige Spanier übernahm das Pariser Starensemble im Juli 2023. Für viele war PSG ein mit launischen Stars überfluteter Club, bei dem die großen Namen mehr zählten, als das Mannschaftsgefüge selbst.

Im gleichen Sommer verabschiedeten sich mit Lionel Messi und Neymar zwei der prägendsten Figuren des Vereins. Ein Jahr später folgte Kylian Mbappe. Enrique nutzte den Umbruch für einen Neuanfang: Statt nur auf teure Stars zu setzen, konzentrierte er sich auf Teamplayer mit großem Potenzial. Ousmane Dembele entwickelte sich unter Enrique zum Weltfußballer.

Enriques klare Botschaft: Niemand ist größer als der Verein. Enrique selbst wollte sich auch nach dem zweiten CL-Triumph in Folge nicht in den Vordergrund rücken. "Legende? Das interessiert mich nicht", stellte er klar. Dennoch gab er zu, dass der zweite Triumph mit PSG noch schöner sei als der erste. "Es ist der beste Moment der Saison. Wir sind wieder Champions, zum zweiten Mal in Folge. Das ist unglaublich", sagte Enrique.

Sein Vertrag in Paris läuft bis Sommer 2027. Er sei "etwas ganz, ganz Besonderes – als Trainer, als Mensch, als Persönlichkeit", schwärmte der katarische PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi. Er könne zwar die Frage nach Enriques Zukunft nicht direkt beantworten, aber sei sehr zuversichtlich. "Es geht um das Projekt, und er ist der Beste für dieses Projekt".

Ein Blick auf die Altersstruktur des Kaders zeigt an, dass das "Projekt" noch länger so weitergehen kann. Leistungsträger wie Joao Neves, Bradley Barcola oder Desire Doue sind Anfang 20. Weltfußballer Dembele feierte Mitte Mai seinen 29. Geburtstag. Diese Mannschaft könnte in dieser Zusammensetzung noch viele Jahre spielen und Enrique eine ganze Ära prägen.

"Dieser Wille, immer mehr zu gewinnen, dafür ist Luis Enrique verantwortlich. Ich hoffe, er treibt uns an, noch mehr zu gewinnen", erklärte Mittelfeldmann Vitinha, der auch zum besten Spieler des Finales gewählt wurde. Auf die Frage, ob er im kommenden Jahr den dritten Champions-League-Titel mit PSG gewinne, antwortete Enrique lachend: "Ich hoffe es".

UEFA Champions League, Finale.

Samstag:

Budapest, Puskas Arena, 61.400, SR Siebert (GER)

Torfolge:

0:1 Havertz (6.)

1:1 Dembele (65./Elfmeter)

Elfmeterschießen:

1:0 G. Ramos.

1:1 Gyökeres.

2:1 Doue.

2:1 Eze verschießt.

2:1 Mendes – Raya hält.

2:2 Rice.

3:2 Hakimi.

3:3 Martinelli.

4:3 Beraldo.

4:3 Gabriel verschießt.

PSG: Safonow – Hakimi, Marquinhos (106./Zabarnyi), Pacho, N. Mendes – J. Neves, Vitinha (106./Beraldo), F. Ruiz (95. Zaire-Emery) – Doue, Dembele (90.+6/G. Ramos), Kvaratskhelia (83./Barcola)

Arsenal: Raya – Mosquera (66./Timber), Saliba, Gabriel, Hincapie – Rice, Lewis-Skelly (91./Zubimendi) – Saka (83. Madueke), Ödegaard (66./Gyökeres), Trossard (83./Martinelli) – Havertz (91./Eze)

Gelbe Karten: Neves, Mendes bzw. Mosquera, Saka, Gyökeres, Rice.

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