Iranische Friedensnobelpreisträgerin aus Spital entlassen
Die zuvor inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist aus dem Spital entlassen worden. Nach Angaben ihrer Stiftung wurde Mohammadi gestern entlassen und nach Hause geschickt. In den nächsten Wochen solle sie weitere medizinische Verfahren durchlaufen. Zum weiteren Verlauf ihrer Haftstrafe ist zunächst nichts bekannt.
Die Nobelpreisträgerin war vor einer Woche aus der Stadt Zanjan, wo sie inhaftiert war, in ein Krankenhaus in Teheran verlegt worden. Dort sei ein Fortschreiten ihrer Gefäßerkrankung festgestellt worden, hieß es in der vergangenen Woche.
Nach Angaben ihres Ärzteteams steht ihr Gesundheitszustand in Zusammenhang mit anhaltendem und schwerem psychischem Stress. Mohammadi dürfe daher unter keinen Umständen zurück ins Gefängnis kommen.
Mohammadi hatte 2023 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Frauenrechte und die Abschaffung der Todesstrafe im Iran erhalten. Sie saß zu dem Zeitpunkt im Gefängnis. Das Nobelkomitee hatte die Regierung in Teheran damals aufgefordert, sie umgehend freizulassen. Ihre wiederholten Haftstrafen haben weltweit Aufmerksamkeit erregt.