ORF.at

Dutzende Tote bei neuem Ebola-Ausbruch in DRK

Dutzende Tote bei neuem Ebola-Ausbruch in DRK

Dutzende Tote bei neuem Ebola-Ausbruch in DRK

Bei einem neuen Ausbruch des gefährlichen Ebola-Fiebers in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) sind 13 bestätigte Fälle der seltenen Bundibugyo-Variante nachgewiesen worden. Insgesamt gibt es aktuell 336 Verdachtsfälle sowie 88 gemeldete Todesfälle in der Demokratischen Republik Kongo, wie die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC mitteilte.

Für den Bundibugyo-Stamm gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aktuell keinen zugelassenen Impfstoff. Bei früheren Ausbrüchen der lebensbedrohlichen Krankheit habe es sich hauptsächlich um den am häufigsten vorkommenden Zaire-Ebolavirus gehandelt, so Africa CDC.

Allerdings habe die Bundibugyo-Variante nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent. Beim Zaire-Stamm liege diese bei bis zu 90 Prozent.

Laut Africa CDC wurden bislang vier Tote in der Provinz Ituri bestätigt, die im Nordosten des Kongo an Uganda und den Südsudan grenzt. Im Nachbarland Uganda wurde ein Todesfall bestätigt, bei dem ebenfalls die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde. Die Behörde stufe das Risiko für die Region als sehr hoch ein.

Es handelt sich um den insgesamt 17. Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo seit 1976. Nur zweimal zuvor habe es laut Africa CDC Ausbrüche der Bundibugyo-Variante gegeben: im Jahr 2007 in Uganda mit 37 Toten sowie 2012 im Kongo mit 29 Todesfällen.

Da sich der aktuelle Ausbruch in einer städtischen Grenzregion mit intensiven Bevölkerungsbewegungen befinde, äußerte sich die Africa CDC besorgt über das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. Die Behörden verstärkten nach eigenen Angaben Grenzkontrollen, isolierten Kontaktpersonen und aktivierten Notfallteams in gefährdeten Regionen.

ORF.at

+ weitere Artikel anzeigen