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Barocke Schrift soll zu Jesuiten zurückkehren

Barocke Schrift soll zu Jesuiten zurückkehren

Barocke Schrift soll zu Jesuiten zurückkehren

Eine während der Nazizeit verschwundene Druckschrift aus der Barockzeit soll ins Collegium Canisianum der Jesuiten in Innsbruck zurückkehren. Das Jesuitenkolleg war nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland aufgelöst worden, das Werk aus seiner Bibliothek kam schließlich an die Universitätsbibliothek Wien – jetzt wurde die Rückgabe empfohlen.

Der Rückgabebeirat hat in seiner jüngsten Sitzung die Rückgabe des Druckwerks aus der Barockzeit empfohlen – in diesem Fall dem Wissenschaftsministerium, in dessen Zuständigkeitsbereich die Wiener Universitätsbibliothek fällt. Ein Stempel belegt, dass die Druckschrift mit Texten des jesuitischen Indien-Missionars Franz Xaver ursprünglich aus dem Bestand des Collegiums Canisianums in Innsbruck stammte.

Nachdem das Jesuitenkolleg in der Nazizeit aufgelöst worden war, dürfte das Werk zunächst an die "Zentralbibliothek der Hohen Schule der NSDAP" nach Berlin gelangt sein, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die dortigen Buchbestände, die von den Nazis vielfach per Enteignung geraubt worden waren, nach Kärnten gebracht. Zum Teil kamen sie später in die Wiener Uni-Bibliothek, von dort soll die Druckschrift aus dem Jahr 1689 jetzt wieder zurück nach Innsbruck kommen.

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