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Nach Kabinettssitzung: Starmer lehnt Rücktritt weiter ab

Nach Kabinettssitzung: Starmer lehnt Rücktritt weiter ab

Nach Kabinettssitzung: Starmer lehnt Rücktritt weiter ab

Der britische Premier Keir Starmer beugt sich nach der Wahlniederlage bei den Regionalwahlen dem großen Druck aus den eigenen Reihen nicht und hat einen Rücktritt erneut ausgeschlossen. Das Land erwarte, dass die Regierung ihre Arbeit fortsetze, sagte Starmers Büro heute nach einer Kabinettssitzung.

Die Labour Party verfüge über ein klares Verfahren, um den Vorsitzenden herauszufordern. Dieses sei bisher nicht eingeleitet worden. Der Regierungschef warnte zudem vor den Folgen der parteiinternen Revolte: Die vergangenen 48 Stunden hätten die Regierung destabilisiert und reale wirtschaftliche Kosten für Großbritannien verursacht.

Vor der Kabinettssitzung hatte der Regierungschef noch mit Parteikollegen über seine politische Zukunft beraten. Knapp 80 Abgeordnete seiner Labour Party hatten öffentlich auf Starmers Rücktritt gedrungen. Weil Starmer nicht auf die Aufforderungen eingig, trat heute die Staatssekretärin Miatta Fahnbulleh zurück.

Bei den Wahlen am Donnerstag fuhren die Sozialdemokraten historische Verluste ein. Bei den Kommunalwahlen in England gingen etwa über 1.400 Sitze verloren. Profitieren konnte davon in erster Linie Reform UK, die mehr als 1.400 Sitze errang.

Besonders bitter wurde es für Starmer in Wales, einer jahrzehntelangen Labour-Hochburg. Erstmals wurde Labour nicht stärkste Kraft und lag hinter der Unabhängigkeitspartei Plaid Cymru und Reform UK nur auf Platz drei.

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