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Eisbach-Rein: Größter Feuerwehreinsatz

Eisbach-Rein: Größter Feuerwehreinsatz

Eisbach-Rein: Größter Feuerwehreinsatz

Rund 2.300 Einsatzkräfte, hunderte Fahrzeuge, Kosten in Millionenhöhe: Der Waldbrand in Eisbach Rein nördlich von Graz wird als der bisher größte Feuerwehreinsatz in der Geschichte der Steiermark bezeichnet – und er dauert seit mehr als einer Woche an.

Eine Woche nach Ausbruch des Feuers lodern noch immer Glutnester im Wald. Was von oben ruhig wirkt, ist am Boden ein Kampf gegen die Zeit: "Wir seilen die Feuerwehr teilweise in steiles Gelände ab, mit Löschrucksäcken – körperlich enorm anstrengend", so Hannes Koch, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Eisbach-Rein.

Bei der Einsatzbesprechung Samstagmittag wurde die aktuelle Lage analysiert: 80 Einsatzkräfte arbeiteten sich mit 22 Fahrzeugen über den Tag Meter für Meter durch das unwegsame Gelände, mithilfe von Drohnen wurde nach Glutnestern gesucht.

Landesforstdirektor Michael Luidold ist für die Koordination und Abwicklung des Einsatzes zuständig – er spricht vom größten Feuerwehreinsatz in der Geschichte der Steiermark: "Insgesamt sind bis jetzt 2.350 Personen im Einsatz gewesen, 580 Fahrzeuge wurden eingesetzt, in weiterer Folge auch elf Hubschrauber. Wir bewegen uns zwischenzeitlich bei knapp zwei Millionen Euro Einsatzkosten."

Ein Einsatz, von dem viele gehofft hatten, er wäre längst vorbei. Doch die Realität sieht anders aus – der Einsatzleiter hofft auf flächendeckenden Regen, der ein "Brand aus" ermöglichen würde.

Um Wälder künftig besser zu schützen, sind etwa Hubschrauber für Nachtflüge sowie die Errichtung von Löschteichen in Wäldern geplant – mehr dazu in Löschteiche in Wäldern geplant (2.5.2026). Doch vorerst bleibt der Fokus auf dem Brand in Eisbach-Rein. Er ist mit höchster Wahrscheinlichkeit durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst worden.

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