Einreichfrist für Renaturierungspreis läuft
Zum zweiten Mal wird heuer der Renaturierungspreis verliehen – auf Initiative des Grünen Landtagsklubs Steiermark werden dabei Projekte für mehr Natur und Artenvielfalt ausgezeichnet. Der Preis ist mit mehreren tausend Euro dotiert, die Einreichfrist läuft bis Ende Mai.
Ausgezeichnet werden Projekte, die zeigen, wie Renaturierung ganz konkret vor Ort gelingen kann. Wer sich etwa auf seinem Balkon, in seinem Garten oder in der Landwirtschaft für mehr Natur und Artenvielfalt einsetzt, kann sich bewerben. Der Preis ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert und wird in den drei Kategorien "Garten", "Land- und Forstwirtschaft" sowie "Vereine & NGOs" vergeben.
Eingereicht werden können die Projekte online auf der Homepage des Renaturierungspreises, die Frist läuft noch bis 24. Mai. Voraussetzung ist die Volljährigkeit des Projektwerbers und, dass das Projekt in der Steiermark umgesetzt wurde.
2024 wurde der Renaturierungspreis zum ersten Mal verliehen, damals wurden in der Steiermark mehr als 100 Projekte eingereicht.
Für Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der steirischen Grünen, ein klares Zeichen: "Der Zuspruch beim ersten Durchgang war enorm. Das zeigt: Viele Menschen wollen ihre Umgebung aktiv mitgestalten. Sie holen Natur zurück – im Kleinen wie im Großen."
Wie das konkret aussehen kann, zeigt ein ausgezeichnetes Projekt der ersten Preisausschreibung – der "Tiny Forest" im Garten der Mosaik GmbH in Graz. Geschäftsführerin Ruth Jaroschka beschreibt die Idee so: "Wir wollten zeigen, dass auch kleine Flächen Großes bewirken können. Unser ‚Tiny Forest' schafft Lebensraum für viele Arten – und gleichzeitig einen Ort, an dem Menschen gerne Zeit verbringen."
Die Bundessprecherin der Grünen, Leonore Gewessler, sieht die Preisverleihung aber in einem noch viel größeren Zusammenhang: "Wir haben einen Auftrag bei Renaturierung und gleichzeitig werden Milliarden in Projekte gesteckt, die Natur zerstören: von Autobahnen durch die Lobau bis zu zusätzlichen Spuren auf der A9, für die wieder fruchtbare Böden zubetoniert werden. Gerade deshalb ist der Renaturierungspreis so wichtig." Bis spätestens 1. September 2026 muss Österreich zudem konkrete Wiederherstellungspläne an die EU vorlegen. Auch die Steiermark ist gefragt, mit ambitionierten Maßnahmen beizutragen.