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Iran dementiert Berichte über direkte Verhandlungen mit USA

Iran dementiert Berichte über direkte Verhandlungen mit USA

Iran dementiert Berichte über direkte Verhandlungen mit USA

Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs zeichnen sich schwierige diplomatische Gespräche in Pakistan ab. Das Weiße Haus kündigte eine Reise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen nach Islamabad an.

Der iranische Außenminister Abbas Araktschi traf bereits gestern in der pakistanischen Hauptstadt ein. Sein Ministeriumssprecher Ismail Baghaei betonte jedoch, es sei kein Treffen mit der US-Seite geplant – nur mit den Pakistanis werde gesprochen.

Zuvor hatte bereits die der iranischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim Berichte über Verhandlungen zurückgewiesen. Auch eine angebliche Bitte des Irans um ein persönliches Treffen, von der US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sprach, bezeichnete Tasnim als falsch. Unklar bleibt damit, ob die Konfliktparteien direkt verhandeln oder lediglich Botschaften über pakistanische Vermittler austauschen.

Außenminister Araktschi betonte auf der Plattform X, er wolle sich lediglich mit den pakistanischen Partnern abstimmen. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlautete, der iranische Chefdiplomat plane, einen Gegenvorschlag für die Verhandlungen mit den USA zu erörtern. Laut Tasnim will der Außenminister die Standpunkte des Irans für ein Kriegsende darlegen.

Experten argumentieren jedoch, dass der Minister gar nicht den nötigen Handlungsspielraum habe. Es wird vermutet, dass die einflussreiche Revolutionsgarde die Verhandlungslinie in Teheran maßgeblich bestimmt. Sie hat nach Einschätzung vieler Iran-Beobachter derzeit das Sagen in Teheran.

CNN zufolge reist US-Vizepräsident JD Vance nicht nach Pakistan, da der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nicht an den Gesprächen teilnehme. Ghalibaf werde im Weißen Haus als Spitze der iranischen Delegation und damit als Pendant von Vance angesehen, hieß es. Vance halte sich ihres Wissens nach bereit, nach Pakistan zu reisen.

Zentrale Streitpunkte im laufenden Konflikt bleiben das iranische Atomprogramm und die Sperrung der Straße von Hormus.

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