Polizei gelingt Schlag gegen Drogennetzwerk
Der steirischen Polizei ist ein bedeutender Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. Im Zentrum steht ein 30-jähriger Grazer, dem der Schmuggel von harten Drogen in die Steiermark vorgeworfen wird. Er soll den Vertrieb von über 170 Kilogramm Drogen organisiert haben.
Das Netzwerk mit Verbindungen in mehrere Länder, organisierte den Schmuggel harter Drogen in die Steiermark. Laut Hermann Ozwirk, dem Leiter der Kripo-Abteilung für Suchtmitteldelikte in Graz, handelte es sich um ein Drogenvolumen von mindestens 170 Kilogramm. Dabei entfällt der Großteil auf harte Drogen wie Heroin, Kokain und Amphetamine.
Der Straßenverkaufswert dieser Menge wird auf etwa 4,3 Millionen Euro geschätzt. Der Zugriff der Polizei erfolgte Ende Jänner in Slowenien, in enger Zusammenarbeit mit der Kripo aus Marburg sowie steirischen Einheiten aus Leibnitz, Weiz, Gleisdorf und dem Landeskriminalamt.
Die Operation "Haribo" – benannt nach dem Pseudonym eines Subdealers auf einem Messengerdienst – führte auch zu großen Ermittlungserfolgen in der gesamten Steiermark. Die Ermittler konnten 25 Subdealer in der Steiermark ausforschen und festnehmen.
"Es ist ein sehr großer Ermittlungserfolg für uns", so Hannah Buchmann, stellvertretende Leiterin der Grazer Kriminalpolizei. Die Zerschlagung international agierender Netzwerke sei bedeutend, auch wenn sie langfristig für die lokale Szene keine großen Änderungen bringen würde. Der Erfolg zeige jedoch die Effizienz der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Eine der größten Herausforderungen für die Ermittler bleibt die Kommunikation der Täter. Erich Schnedl vom Landeskriminalamt erklärt: "Die Überwachung von Kryptomessenger-Diensten wäre hilfreich. Viele Täter nutzen diese anstelle von klassischer Telefonie, um ihre Aktivitäten zu koordinieren." Der Zugang zu diesen Informationen könnte somit entscheidend zur Aufklärung beitragen.
Der beschuldigte 30-Jährige sitzt derzeit in Graz in Untersuchungshaft und war bereits seit 2022 auf der Flucht. Wann es zu einer Anklage kommen wird, ist noch unklar.