Nachtfahrverbot für Mähroboter gefordert
Tierschützer fordern ein Verbot von Mährobotern in der Nacht, um Igel und andere Wildtiere zu schützen. Die Geräte stellen für Wildtiere eine Gefahr dar, da ihre Sensoren die Tiere oft nicht erkennen, was zu schweren Verletzungen führt.
Viele Nutzer sind sich der nächtlichen Gefahr durch ihre Mähroboter nicht bewusst, so Daniela Grossmann vom Österreichischen Tierschutzverein: "Firmen werben damit, dass die Roboter keine Hunde oder Kinder verletzen, aber bei Wildtieren sieht es anders aus."
Oft sei es schon zu spät, wenn der Roboter stoppt und die Verletzungen sind bereits passiert. Um die Gefahren zu verringern, schlagen Tierschützer vor, Mähroboter auf Zeitschaltuhren umzustellen, damit sie nur tagsüber arbeiten. Diese einfache Maßnahme könnte helfen, Wildtiere vor Verletzungen zu bewahren. Dazu zählen neben Igeln auch viele andere Wildtiere, wie etwa Mäuse oder Kröten.
Laut dem steirischen Verein "Kleine Wildtiere in großer Not" werden Igel regelmäßig mit schweren Verletzungen durch Mähroboter bei ihnen abgegeben. Der natürliche Schutzmechanismus der Igel funktioniert bei den Robotern nicht, da sie sich im Gegensatz zu Fressfeinden nicht von den Stacheln abschrecken lassen – mehr dazu in Tierschutz will Nachtverbot für Mähroboter (steiermark.ORF.at).
Der Igel ist seit 2024 auf der Liste bedrohter Arten, da die Zahl der Westeuropäischen Igel nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) stark zurückgegangen ist. Sie hat den Winterschläfer auf ihrer Roten Liste der bedrohten Arten erstmals als "potenziell gefährdet" eingestuft. Das Problem sei der Mensch, so die IUCN – mehr dazu in Igel erstmals auf Liste bedrohter Arten (science.ORF.at).