Babler fordert Bleiberecht für nigerianische Geschwister
Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) kritisiert die geplante Abschiebung eines aus Nigeria stammenden Geschwisterpaars, das seit acht Jahren in Tirol lebt. "Als Vizekanzler ist mein Bekenntnis zum Rechtsstaat unumstößlich – und genau in diesen Fällen sieht er Möglichkeiten vor. Joseph und Victoria müssen humanitäres Bleiberecht erhalten", forderte Babler heute Abend im Kurznachrichtendienst Bluesky.
Die beiden Geschwister waren als Jugendliche unbegleitet nach Österreich geflüchtet. Sie hätten in Tirol maturiert und befänden sich nun mitten in Studium und Ausbildung, "sie sind längst Teil unserer Gesellschaft", so der SPÖ-Chef.
"Dass sie nun aus ihrem Leben gerissen werden sollen und ihre Freund:innen und Perspektiven verlieren, um in ein Land abgeschoben zu werden, mit dem sie längst nichts mehr zu tun haben, ist für mich nicht nachvollziehbar. Integration zu bestrafen widerspricht jeder Ordnung", schrieb Babler.
Der Fall der Geschwister aus Nigeria, deren Asylanträge mehrfach abgewiesen wurden und die vergangene Woche vorübergehend in Schubhaft genommen wurden, hat für Solidaritätsaktionen gesorgt. Am Freitag ist auch eine Demonstration in Wien geplant.