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Trockenheit: Land mahnt wegen Osterfeuern

Trockenheit: Land mahnt wegen Osterfeuern

Trockenheit: Land mahnt wegen Osterfeuern

In der Osternacht werden im ganzen Land wieder Brauchtumsfeuer entzündet. Das Land Steiermark warnt jedoch, dass aufgrund der Trockenheit und starker Winde Feuer außer Kontrolle geraten könnten. Deshalb sei höchste Vorsicht beim Abbrennen geboten.

Das Abbrennen von Osterfeuern ist nicht überall in der Steiermark erlaubt. In Graz etwa besteht ein generelles Verbot für derartige Feuer. Auch in 21 Gemeinden im Süden von Graz gelten strenge Einschränkungen aufgrund der Luftbelastung. Dort ist lediglich ein einziges Brauchtumsfeuer, organisiert durch die Gemeinde, zulässig. Auch diese Feuer müssen bei der Bezirkshauptmannschaft gemeldet sein.

Ansonsten dürfen Osterfeuer in der Steiermark von Karsamstag ab 15.00 Uhr bis Ostersonntag um 3.00 Uhr früh abgebrannt werden. Doch kontrolliert wird überall, was verheizt wird, erklärt Ingrid Winter von der Abfall- und Ressourcenwirtschaft Steiermark: "Es darf nicht feucht sein. Frischer Strauchschnitt geht nicht, wegen zu großer Rauchentwicklung, und überhaupt nicht verbrennen darf man Abfälle, Holzpaletten, Holzmöbel oder beschichtetes Holz."

Verstößt man gegen die Regeln, können die Strafen hoch ausfallen. "Die Brauchtumsverordnung verweist auf das Bundesluftreinhaltegesetz und dieses sieht Strafen von bis zu 3.630 Euro vor. Wenn Sie gefährliche Abfälle verbrennen, steigt der Werterahmen sogar bis zu 41.200 Euro", erklärt Winter.

Zudem sei heuer aufgrund der Wetterlage besondere Vorsicht geboten, denn der Boden ist aufgrund des niederschlagsarmen Winters in vielen Regionen sehr trocken und der Sturm trocknete ihn zusätzlich aus. Bis zur Osternacht ist weiterhin kein nennenswerter Regen in Aussicht, dafür aber anhaltender Wind. Die Kombination aus Wind und Trockenheit erhöht das Risiko für Funkenflug, der Brände auslösen kann.

Die Feuerwehren werden zu Ostern jedenfalls in Alarmbereitschaft sein. Oft werden laut Feuerwehrsprecher Thomas Maier auch die Mindestabstände ignoriert: "Das sind 100 Meter zu Energieversorgungsanlagen, 50 Meter zu Gebäuden und Straßen und 40 Meter zu Wäldern, Baumgruppen oder Hecken." Osterfeuer sollten jedenfalls nie unbeaufsichtigt brennen, rät die Feuerwehr.

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