Heimathaus Stinatz: Neustart nach Brand
Vor zehn Monaten ist das Heimathaus Stinatz bei einem Unwetter von einem Blitz getroffen worden und teilweise abgebrannt. Zahlreiche Schätze der Stinatzer Kultur fielen den Flammen zum Opfer. Jetzt wird das Heimathaus aber wieder aufgebaut.
Für die Stinatzer Kroaten ist das Heimathaus Kulturgut und Teil der Identität. Es gibt Einblick in das Leben der Burgenlandkroaten im 19. Jahrhundert. Ein Blitzeinschlag sorgte Anfang Juni 2025 für große Zerstörung: Das Strohdach des Stinatzer Heimathauses brannte ab, der Stadl wurde durch das Feuer vollständig zerstört – mehr dazu in Stinatz: Heimathaus bei Großbrand zerstört. Mehr als 170 Einsatzkräfte können ein Übergreifen auf Nebengebäude verhindern.
Der Schaden an den denkmalgeschützten Gebäuden und Ausstellungsstücken war enorm. Man habe einiges von der Innenausstattung retten können, doch viel vom Heimathaus und besonders vom Stadl sei dem Brand zum Opfer gefallen, sagte Bürgermeister Andreas Grandits (ÖVP). Man habe die Trachten aus dem Wohngebäude noch retten können, sie seien allerdings schwer beschädigt worden, ergänzte Franz Kirisits vom Verschönerungs- und Volkskulturverein. Auch Möbelstücke seien durch Löschwasser und Rauch beschädigt worden. Doch im Stadl sei alles abgebrannt.
Doch die Stinatzer wollen ihr Heimathaus wiederaufbauen. Es sei ein Wahrzeichen von Stinatz, betonte Kirisits: "Aus diesem Grund werden wir natürlich alles versuchen, es wieder so aufzubauen, wie es einmal dagestanden ist." Ein großer Teil der Kosten sei von der Versicherung abgedeckt, so der Bürgermeister. Aber es gebe auch Unterstützung von EU, Land und Gemeinde, damit dieses Kulturgut wiederaufgebaut werde. Rund 400.000 Euro soll die Instandsetzung des Stinatzer Heimathauses kosten. Die Wiedereröffnung ist für 2027 geplant.