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Recherche enthüllt: Dieser Mann soll Banksy sein

Recherche enthüllt: Dieser Mann soll Banksy sein

Recherche enthüllt: Dieser Mann soll Banksy sein

Eine Recherche bringt Robin Gunningham erneut als Banksy ins Gespräch. Reisebewegungen in die Ukraine liefern Indizien für die wahre Identität des Künstlers.

Der Street-Art-Künstler Banksy zählt zu den bekanntesten anonymen Figuren der Gegenwartskunst. Seine Werke erscheinen weltweit an Mauern, Brücken oder Hausfassaden, doch seine Identität bleibt seit Jahrzehnten verborgen. Eine aktuelle Recherche der Nachrichtenagentur Reuters bringt nun erneut den Namen Robin Gunningham ins Spiel. Die Journalisten weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um eine Kette von Indizien und Spekulationen handelt.

Drei britische Reporter verfolgten dafür eine Spur, die bis in die Ukraine führt. Dort tauchten Ende 2022 mehrere Wandbilder auf zerstörten Gebäuden auf, deren Urheberschaft Banksy später über sein Instagram-Profil bestätigte. Die Reporter reisten an mehrere Orte rund um Kyjiw, um Hinweise zu den neu aufgetauchten Arbeiten von Banksy zu sammeln. Besonders im Dorf Horenka befragten sie Bewohner zu den Wandbildern. Mehrere Augenzeugen ordneten gezeigtes Fotomaterial einer Person zu, die bereits in der Vergangenheit intensiv mit Banksy in Verbindung gebracht wurde.

Parallel dazu analysierten die Reporter Videoaufnahmen aus der Umgebung der Werke und führten Gespräche mit lokalen Zeugen. Diese Puzzleteile bilden laut Reuters einen zentralen Baustein der aktuellen Identitäts-Spekulationen.

Ein weiterer konkreter Anhaltspunkt entstand durch Reiseunterlagen aus dem Jahr 2022. Ein Mann namens David Jones reiste damals gemeinsam mit einem Musiker der Band Massive Attack in die Ukraine ein – kurz darauf erschienen die typischen Banksy-Motive. Laut Reuters teilt dieser Reisende jedoch ein Geburtsdatum mit jenem Mann, der seit Jahren als Mann hinter den Gemälden gilt: Robin Gunningham.

Robin Gunningham stammt aus Yate bei Bristol. Bereits 2008 veröffentlichte die britische Zeitung Daily Mail eine Recherche, die ihn als die Person hinter Banksy identifizierte. Auch spätere wissenschaftliche Analysen, wie geografische Profilerstellungen, führten immer wieder zu dem Namen Robin Gunningham.

Zudem existieren Berichte über eine Festnahme in New York um das Jahr 2000. Ein Mann namens Robin Gunningham wurde damals wegen der Übermalung eines Werbeplakats gefasst, wobei ein handschriftliches Geständnis entstand. Die Verbindung zwischen Gunningham und dem Pseudonym Banksy bleibt jedoch weiterhin unbestätigt, da sich der Künstler nie selbst zu seiner Person äußert.

Der Anwalt des mutmaßlichen Künstlers warnte die Reuters-Journalisten vor einer Veröffentlichung, doch die Agentur entschied sich aufgrund des "großen öffentlichen Interesses" für die Publikation. Eine direkte Bestätigung blieb jedoch aus.

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