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Linke Buchhandlungen: Deutscher Minister streicht Preis

Linke Buchhandlungen: Deutscher Minister streicht Preis

Linke Buchhandlungen: Deutscher Minister streicht Preis

Der deutsche Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) lässt die Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises auf der Leipziger Buchmesse absagen.

Hintergrund für die Entscheidung sei eine Debatte über die Streichung von drei Juryvorschlägen für linke Buchhandlungen, teilte ein Sprecher des Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) mit.

Weimers hatte die drei Geschäfte wegen "verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse" von der Liste für den Buchhandlungspreis streichen lassen. Dies hatte für massive Kritik gesorgt.

Die Debatte über die "Nichtberücksichtigung von drei Juryvorschlägen" drohe "den eigentlichen Sinn der Veranstaltung – nämlich die Auszeichnung und Ehrung unabhängiger Buchhandlungen – zunehmend zu überlagern", so das Ministerium. Eine angemessene Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger scheine in einem solchen Kontext "kaum noch möglich".

Öffentlich ist nicht bekannt, was gegen die drei Läden in Berlin, Bremen und Göttingen vorliegt. Die Betroffenen wollen vor Gericht ziehen. Trotz der Absage der Veranstaltung auf der Buchmesse sollen die Preisträger gewürdigt werden und ein Preisgeld erhalten.

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