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Spritpreise: WIFO-Chef Felbermayr hält Eingriff für zu früh

Spritpreise: WIFO-Chef Felbermayr hält Eingriff für zu früh

Spritpreise: WIFO-Chef Felbermayr hält Eingriff für zu früh

Die Ölpreise sind in der Nacht auf heute weiter gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent legte um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar (rund 104 Euro) zu, am Vormittag ging er auf knapp 100 Dollar zurück.

Das dürfte sich auch auf die Spritpreise auswirken, seit dem Ausbruch des Iran-Krieges sind die Preise an den Zapfsäulen spürbar nach oben gegangen. Die Regierung prüft die Preissteigerungen derzeit. Für einen Eingriff ist es laut dem Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), Gabriel Felbermayr, noch zu früh.

"Ich denke, es müssten die Preise nochmals deutlich stärker steigen, als das schon der Fall ist, dass so etwas gerechtfertigt wäre", sagte der WIFO-Chef gestern Abend in der ORF-Sendung "Das Gespräch". Zwei Euro pro Liter Diesel seien aus seiner Sicht noch nicht genug für einen Eingriff, "aber danach wird es wahrscheinlich relativ schnell kritisch", so Felbermayr weiter.

Gestern kostete ein Liter Diesel im Schnitt 1,894 Euro, für Super mussten 1,689 Euro gezahlt werden. Die E-Control erhebt die Spritpreise einmal täglich in der Früh für den Vortag.

Generell sei der Spritpreis "ein sehr politischer Preis", der auch stark auf die Inflationsentwicklung wirke. IHS-Chef Holger Bonin rechnete bereits am Freitag in der ZIB2 – das war noch vor dem weiteren Anstieg des Ölpreises – damit, dass die Preisentwicklung beim Treibstoff die Inflation jedenfalls um 0,4 Prozentpunkte erhöhen werde. Im Februar betrug die Inflationsrate in Österreich laut vorläufiger Prognose der Statistik Austria rund 2,2 Prozent.

Im Hinblick darauf könnten Eingriffe in die Spritpreise notwendig werden. "Wenn wir eines gelernt haben 2022 bzw. 2023, dann ist das, dass wir das Durchrauschenlassen der Inflation nicht wieder machen sollten", so Felbermayr. Die Frage sei jedoch, wie genau eingegriffen werden soll. "Da wird man scharf nachdenken müssen."

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