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Lawinen-Alarm: Großeinsatz auf der Schmittenhöhe

Lawinen-Alarm: Großeinsatz auf der Schmittenhöhe

Lawinen-Alarm: Großeinsatz auf der Schmittenhöhe

Schmittenhöhe: Ein 60 Meter breites Schneebrett löst in Zell am See einen Großeinsatz mit über 80 Kräften und drei Hubschraubern aus.

Ein Lawinenabgang auf der Schmittenhöhe in Zell am See hat am Montagabend einen großangelegten Rettungseinsatz ausgelöst. Das rund 60 Meter breite Schneebrett ging abseits der gesicherten Pisten nahe der Talstation der Breiteckbahn auf etwa 1.613 Metern Seehöhe ab.

Die Pistenrettung schlug gegen 17.20 Uhr Alarm, nachdem sie die Lawine entdeckt hatte. Da zunächst unklar war, ob Wintersportlerinnen oder Wintersportler unter den Schneemassen begraben wurden, startete umgehend eine umfassende Suchaktion.

Mehr als 80 Einsatzkräfte rückten aus. Beteiligt waren die Bergrettung Zell am See und Kaprun, die Feuerwehren Zell am See und Saalfelden sowie die Alpinpolizei. Mit Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) und Suchhunden durchkämmten sie das Gelände.

Zusätzlich stiegen gleich drei Hubschrauber auf: der Polizeihubschrauber "Libelle", der Notarzthubschrauber "Alpin Heli 6" sowie ein Helikopter der Firma Wucher unterstützten die Suchmaßnahmen aus der Luft.

Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Erst gegen 21 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden: Laut Bergrettung wurde niemand verschüttet.

Nach ersten Erkenntnissen dürfte das Schneebrett von einem oder einer Variantenfahrer:in ausgelöst worden sein. Spuren im Gelände deuten darauf hin, dass die betreffende Person nach dem Lawinenabgang selbstständig wieder aufgestiegen ist – ohne den Vorfall zu melden.

Gerade dieser Umstand sorgte für Kritik seitens der Bergrettung. Denn auch wenn sich am Ende niemand unter den Schneemassen befand, musste von einem möglichen Ernstfall ausgegangen werden.

"Auch wenn niemand zu Schaden gekommen ist, muss ein Lawinenabgang zwingend über den Notruf 140 oder bei den Bergbahnen gemeldet werden", betonte Bernd Tritscher, Bezirksleiter der Bergrettung Pinzgau.

Die Bergrettung appelliert daher eindringlich an alle Wintersportlerinnen und Wintersportler, Lawinenabgänge sofort zu melden, selbst wenn niemand verletzt wurde oder sich in unmittelbarer Gefahr befindet.

Gerade angesichts der aktuellen Wetterlage bleibt die Lawinengefahr in Salzburg hoch. Durch Neuschnee und wechselhafte Bedingungen sind Schneebretter in vielen Lagen weiterhin störanfällig.

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