Prinz Andrew verhaftet: Jetzt spricht König Charles
Prinz Andrew wurde wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen. Nun äußert sich König Charles III. erstmals offiziell in einem Statement.
Prinz Andrew sorgt für den nächsten Paukenschlag im britischen Königshaus: Er ist festgenommen worden. Ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag klickten auf einem royalen Anwesen die Handschellen. Die Polizei bestätigte die Festnahme eines Mannes in den Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch. Einen Namen nannten die Behörden nicht. Andrew befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen laufen, Durchsuchungen an mehreren Adressen wurden durchgeführt. Dem früheren Royal droht ein umfassendes Verfahren.
Im Zentrum der Vorwürfe steht Andrews frühere Tätigkeit als britischer Handelsgesandter zwischen 2001 und 2011. Der Straftatbestand "misconduct in public office" betrifft im britischen Recht Amtsträger, die ihre öffentliche Stellung vorsätzlich missbrauchen oder ihre Pflichten verletzen. Hintergrund sind neue Enthüllungen im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein. Es besteht der Verdacht, dass Andrew im Rahmen seiner offiziellen Funktion vertrauliche Informationen weitergegeben haben soll. Die Ermittlungen sollen durch neu aufgetauchte Dokumente zusätzlichen Auftrieb erhalten haben. Bereits in der Vergangenheit hatte Andrew wegen seiner Verbindungen zu Epstein massiv an Ansehen verloren. 2019 legte er alle royalen Pflichten nieder, später entzog ihm König Charles den Prinzentitel.
Nur wenige Stunden nach der Festnahme meldete sich König Charles III. (77) persönlich zu Wort. In einer offiziellen Erklärung zeigte er sich "mit größter Besorgnis" über die Entwicklungen. Wörtlich erklärte der Monarch: "Mit größter Besorgnis habe ich die Nachrichten über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht auf Amtsmissbrauch zur Kenntnis genommen. Was nun folgt, ist ein umfassendes, faires und ordnungsgemäßes Verfahren, in dessen Rahmen diese Angelegenheit von den zuständigen Behörden in angemessener Weise untersucht wird." Zugleich stellte Charles klar: "Wie ich bereits gesagt habe, haben sie dabei unsere uneingeschränkte und vorbehaltlose Unterstützung und Zusammenarbeit. Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen." Weitere öffentliche Kommentare werde es während des laufenden Prozesses nicht geben. "Solange dieser Prozess andauert, wäre es nicht richtig, wenn ich mich weiter zu dieser Angelegenheit äußern würde." Abschließend betonte der König: "In der Zwischenzeit werden meine Familie und ich unsere Pflicht und unseren Dienst für Sie alle weiterhin erfüllen. Charles R."