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Debatte über Sicherheit: NATO startete Arktis-Manöver

Debatte über Sicherheit: NATO startete Arktis-Manöver

Debatte über Sicherheit: NATO startete Arktis-Manöver

Vor dem Hintergrund der Debatte über die Sicherheit in der Arktis bzw. Grönlands hat die NATO ihre Mission "Arctic Sentry" (Wächter der Arktis) gestartet. Die Mission werde "die Stärke der NATO" nutzen, um sicherzustellen, "dass die Arktis und der Hohe Norden sicher bleiben", erklärte der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, am Mittwoch.

Die Mission folgt Forderungen von US-Präsident Donald Trump, die Arktis vor russischem und chinesischem Einfluss zu schützen. Die neue Mission soll nach Angaben des Oberkommandos der Alliierten Streitkräfte in Europa (SHAPE) die Aktivitäten der NATO-Mitglieder in der Region bündeln und damit "die Präsenz der NATO dort stärken".

Geführt wird "Arctic Sentry" vom für den Norden zuständigen NATO-Kommando in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia. Die Mission unterstreiche das Engagement des Bündnisses, "die Stabilität in einer der strategisch bedeutendsten und zugleich schwierigsten Umgebungen der Welt zu wahren", erläuterte Grynkewich.

Trump hatte seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr immer wieder Besitzansprüche auf Grönland erhoben, die er mit US-Sicherheitsinteressen in der Arktis begründete. Die dabei ausgesprochene Drohung militärischer Gewalt nahm er im vergangenen Monat zurück.

Zuvor hatte er mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte eine Rahmenvereinbarung zu Grönland erzielt, deren Inhalt aber unklar ist. Anfang Februar nahm die NATO die Planung für eine gemeinsame Arktis-Mission auf, diese soll die Sicherheit in der Arktis stärken.

Russland droht mit "Gegenmaßnahmen", sollten westliche Staaten ihre militärische Präsenz in Grönland verstärken. "Natürlich werden wir im Falle einer Militarisierung Grönlands und der Schaffung militärischer Kapazitäten, die sich gegen Russland richten, angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen, einschließlich militärtechnischer Natur", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in einer Rede vor dem Parlament in Moskau.

Die Debatte über die Sicherheit Grönlands lässt auch andere Länder in der Region Maßnahmen ergreifen. So wird Großbritannien angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Russland die Anzahl seiner in Norwegen stationierten Soldaten verdoppeln. "Die Zahl der in Norwegen stationierten britischen Soldaten wird binnen drei Jahren von 1.000 auf 2.000 verdoppelt", teilte der britische Verteidigungsminister John Healey am Mittwoch mit.

"Die Anforderungen an die Verteidigung steigen, und Russland stellt seit dem Kalten Krieg die größte Bedrohung für die Sicherheit der Arktis und des Hohen Nordens dar", so Healey in der von seinem Ministerium veröffentlichten Erklärung.

Trump hatte die europäischen Verbündeten mehrfach ermahnt, selbst für ihre Sicherheit zu sorgen. Anfang der Woche hatten die USA zwei regionale Kommandoposten bei der NATO an europäische Staaten übergeben. Das für den Süden zuständige NATO-Kommando in Neapel soll Italien übernehmen, die Leitung des für den Norden zuständigen Kommandos in Norfolk Großbritannien.

Großbritannien und Norwegen hatten im Dezember ein Verteidigungsabkommen unterzeichnet, das den gemeinsamen Einsatz einer Fregattenflotte zur "Verfolgung russischer U-Boote" im Nordatlantik vorsieht. Die Flotte wird zwischen Grönland, Island und Großbritannien patrouillieren und insbesondere für die Sicherheit wichtiger Unterwasserkabel zuständig sein.

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