Voestalpine bei weniger Umsatz mit Gewinnplus
Der Linzer Stahl- und Technologiekonzern voestalpine hat seinen Gewinn im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 bei leicht sinkenden Umsätzen gesteigert. Der Gewinn nach Steuern stieg um 25,1 Prozent auf 259 Mio. Euro. Das gab das börsennotierte Unternehmen Mittwochfrüh bekannt.
Die Umstrukturierung beim börsennotierten Stahl- und Technologiekonzern voestalpine läuft. Der Konzern hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 solide Ergebnisse erzielt. Der Gewinn legte um 25,1 Prozent auf 259 Mio. Euro zu, der Umsatz sank um 5,1 Prozent auf 11,1 Mrd. Euro, während andere Kennzahlen wie EBITDA, EBIT und der Free Cashflow anstiegen. Der Personalstand wurde um 3,8 Prozent auf weltweit 48.700 Beschäftigte verringert.
Das operative Ergebnis (EBITDA) erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres davor von 968 Mio. auf 1 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 20,9 Prozent auf 473 Mio. Euro. Vor Steuern ging das Konzernergebnis um 46,5 Prozent auf 372 Mio. Euro nach oben.
Ein strategischer Fokus des Konzerns bleibe weiterhin auf Effizienz und der Reorganisation von renditeschwachen Geschäftsbereichen, betonte voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner. Die Umsetzung der bereits gestarteten Maßnahmen laufe plangemäß. Die voestalpine stelle ihren Bereich Automotive Components in Deutschland neu auf, "mit dem Ziel, den Automobilzulieferbereich der Metal Forming Division langfristig abzusichern".
Die High Performance Metals Division konzentriere ihr Produktportfolio auf das technologisch anspruchsvolle Segment der Hochleistungswerkstoffe. Mit der Veräußerung der Buderus Edelstahl in Wetzlar, Standortkonsolidierungen außerhalb Österreichs, der Kapazitätsanpassungen der voestalpine Böhler Bleche in Mürzzuschlag und dem Verkauf der voestalpine Böhler Profil sei die Portfoliobereinigung innerhalb der High Performance Metals Division großteils abgeschlossen, teilte der Konzern mit.
Ein weiterer Schwerpunkt des Konzerns liegt auf Wachstumsprojekten in der Weiterverarbeitung. Dazu zählen die Bereiche Railway Systems, Lagertechnik und Luftfahrt. Der global tätige Konzern investiert zudem gezielt in attraktive Regionen wie Indien. Die Transformation der Stahlproduktion mit dem greentec steel-Projekt bleibt ein strategisches Ziel, mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Mrd. Euro.
voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner hält fest: "Unsere Maßnahmen spiegeln sich in der Steigerung der Ergebniszahlen und im hohen Free Cashflow wider." Im Vergleich zum Vorjahr ist der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um 53,3 Prozent gestiegen und betrug in den drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 1,1 Mrd. Euro. Der Free Cashflow konnte im Vorjahresvergleich mit 345 Mio. Euro in den positiven Bereich gedreht werden.
Die Guidance für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) bleibt unverändert: Trotz anhaltend hoher geopolitischer Unsicherheiten sei im letzten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 2025/26 mit einer Fortsetzung der bisherigen Trends zu rechnen. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand der voestalpine AG für das Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin ein EBITDA in einer Bandbreite von 1,4 bis 1,55 Mrd. Euro.