Bundesliga: Rapid vor Derby mit Negativrekord
Rapid steckt weiterhin in der Krise. Nach dem 1:1 am Samstag daheim gegen Egger Glas Hartberg warten die Hütteldorfer seit elf Bewerbsspielen und damit so lange wie noch nie seit Gründung der Bundesliga 1974 auf einen Sieg. Und nun wartet am kommenden Sonntag das Derby bei der Wiener Austria, die mit einem 2:0 bei Red Bull Salzburg am Freitag viel Selbstvertrauen tankte.
Aus den vergangenen sechs Ligamatches hat Rapid nur drei Punkte geholt, in den jüngsten neun Pflichtspielen vor Heimpublikum gab es gerade einmal vier Punkte.
Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup zeigte sich mit Blick auf das Duell mit dem Stadtrivalen in Wien-Favoriten trotzdem optimistisch. "Wir werden uns gut auf das Derby vorbereiten und wissen, wie wichtig es für den Verein ist", sagte der Däne. Zuversicht schöpft Thorup vor allem aus der Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte. "Da waren wir besser im Flow, haben schneller gespielt und auch keine Chancen zugelassen."
Dass es nicht zum Sieg reichte, lag unter anderem an der einen oder anderen vergebenen Chance und an etwas Pech. Beim Tor der Hartberger sprang der Schuss von Marco Hoffmann via Stange und Rücken von Tormann Niklas Hedl ins Tor, der vermeintliche Ausgleich wurde wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung von Matthias Seidl aberkannt. "Um die Situation zu drehen, brauchen wir auch ein bisschen Glück, und das hatten wir nicht", sagte Thorup.
Der 36-Jährige setzte gegen Hartberg von Beginn an auf Andreas Weimann, obwohl der Angreifer erst am Donnerstag verpflichtet wurde und bisher nur ein Training mit Rapid absolvierte. Mit der Leistung des 26-fachen Internationalen war der Coach zufrieden. "Er hat clever gespielt und uns viel davon gegeben, was wir von ihm erhoffen." Weimann erfuhr erst drei Stunden vor Anpfiff von seinem Startelf-Einsatz. Der Wiener und Ex-Rapid-Nachwuchsspieler fand zwei Chancen vor, die jedoch von Hartberg-Goalie Tom Hülsmann zunichtegemacht wurden.
"Ein Tor wäre schön gewesen. Jetzt hoffe ich, dass ich in den nächsten Spielen helfen kann", sagte Weimann. Treffer des ehemaligen England-Legionärs könnte Rapid gut gebrauchen, schließlich steht ein harter Kampf um einen Platz in der Meistergruppe bevor. Diesbezüglich befindet sich Hartberg mit einem Punkt Vorsprung auf die Hütteldorfer in einer etwas besseren Position. "Wir haben das Minimalziel erreicht, Rapid auf Distanz zu halten", resümierte TSV-Coach Manfred Schmid.