Formel 1: Tests in Barcelona zur Geheimsache erklärt
Die Formel 1 hat die von Montag bis Mittwoch stattfindenden Testfahrten in Barcelona zur Geheimsache erklärt. Es wird keine Bewegtbilder geben, die Teams dürfen pro Tag maximal drei Fotos veröffentlichen. Zum Auftakt am Montag waren auch Sicherheitskräfte der privat organisierten Tests rund um den Circuit de Catalunya im Einsatz.
Wie das Internetportal the-race.com berichtete, wurden einige Menschen sogar aus öffentlichen Bereichen vom Sicherheitspersonal vertrieben. Es wurden auch Zufahrtsstraßen gesperrt. Journalisten und Fotografen wurden von einem Wachmann angewiesen, einen nahe gelegenen öffentlich zugänglichen Aussichtspunkt zu verlassen. Die Begründung: Jede Sicht auf den Kurs, selbst von öffentlichem Grund aus, sei Eigentum der Rennstrecke. Öffentliche Angaben lagen nicht vor.
Die Formel-1-Teams haben im Jahr der größten Regeländerungen ihrer jüngeren Grand-Prix-Geschichte die Testfahrten in Barcelona privat organisiert. Der Zugang ist extrem eingeschränkt, Medien sind nicht zugelassen.
Die künftigen Autos haben neue Motoren, die Wagen sind außerdem kürzer und schmaler. Die Teams wollen in Barcelona so abgeschirmt wie möglich Erkenntnisse über die Neuerungen gewinnen. Deswegen sind die Testzeiten so wichtig. Nach dem Event in Spanien sind noch zwei offizielle Veranstaltungen von 11. bis 13. Februar und 18. bis 20. Februar in Bahrain angesetzt.
In Barcelona sind nur zehn von insgesamt elf Rennställen am Start. Bei Williams traten bei der Entwicklung des neuen Wagens mit dem Kürzel FW48 Verzögerungen auf. Deshalb lässt der britische Traditionsrennstall die Privattests aus. In Bahrain will Williams wieder dabei sein. Am 8. März findet in Melbourne der erste Grand Prix des Jahres statt.