Mariahilf: Markus Rumelhart tritt zurück
Der sozialdemokratische Bezirksvorsteher von Mariahilf, Markus Rumelhart, zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Bezirkspolitik zurück. Rumelhart, der den 6. Wiener Gemeindebezirk seit 2014 leitete, leidet an einem Burn-out und hat um Entbindung von seiner Funktion ersucht.
In den vergangenen Jahren habe er seine Aufgabe mit großem persönlichem Einsatz ausgeübt, die Verantwortung für den Bezirk lasse sich jedoch nicht mehr mit seiner Gesundheit vereinbaren, erklärte Rumelhart. Ihm sei ein geordneter Übergang wichtig gewesen: Als Nachfolgerin schlägt er seine bisherige Stellvertreterin Julia Lessacher vor, die den Bezirk zuletzt bereits interimistisch geführt hatte.
Besonders wichtig sei ihm ein nahtloser Übergang in sozialdemokratischer Verantwortung gewesen: "Ich habe meine bisherige Stellvertreterin Julia Lessacher, die mich in den letzten Monaten hervorragend vertreten hat, gebeten, nun die volle Verantwortung für den Bezirk zu übernehmen, und sie den Gremien als meine Nachfolgerin vorgeschlagen. Mit ihr ist eine engagierte Sozialdemokratin bereit, den erfolgreichen Weg der SPÖ Mariahilf konsequent fortzusetzen."
Rumelhart war bei seinem Amtsantritt nicht nur der jüngste Bezirksvorsteher Wiens, sondern auch der erste, der offen mit seiner Homosexualität an die Öffentlichkeit ging. Seinen politischen Weg begann er auf Bezirksebene: 2010 wurde er in die Bezirksvertretung von Mariahilf gewählt, wo er sich vor allem mit sozialen und integrationspolitischen Themen befasste.
Rumelhart prägte Mariahilf über mehr als ein Jahrzehnt, unter anderem mit Projekten wie der Neugestaltung der Otto-Bauer-Gasse, des Schmalzhoftempelparks und des Loquaiplatzes. Vertreterinnen und Vertreter der SPÖ würdigten seinen Einsatz und wünschten ihm vor allem gesundheitlich alles Gute.