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Amoklauf online gelobt: Prozess

Amoklauf online gelobt: Prozess

Amoklauf online gelobt: Prozess

Am Landesgericht Klagenfurt muss sich am Montag ein Iraker verantworten, der auf Instagram gepostet haben soll, dass er sich über den Amoklauf an einer Schule in Graz gefreut habe. "Wir wollen mehr" soll er in seinem Video gesagt und damit einen Mord gutgeheißen haben. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Selbst für die Richter und Staatsanwälte am Landesgericht Klagenfurt ist dieser Fall Neuland, wie es Gerichtssprecher Christian Liebhauser-Karl nennt. Der Angeklagte soll in zwei Videos, die er auf Instagram gepostet hatte, den Amoklauf in der BORG Dreischützengasse am 10. Juni 2025 befürwortet haben.

Er soll fünf Tage nach der Tat laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft in den Videos gesagt haben: "Im selben Bundesland, wo 11 Gymnasiumschüler getötet wurden, in Graz. Wir wollen mehr. Wir wollen mehr Schadenfreude empfinden. 30 Verletzte. ich habe mich sehr gefreut; ich bin sehr schadenfroh über das, was im Gymnasium passiert ist".

Angeklagt ist der Mann wegen der Aufforderung zu mit Strafe bedrohter Handlung und der Gutheißung mit Strafe bedrohter Handlung. Wie hoch die Strafe dafür ausfällt hängt unter anderem damit zusammen, wie groß der Adressatenkreis war, also wie viele Menschen das Posting gelesen haben. Dem Mann droht eine bis zu zweijährige Haftstrafe, er ist zudem auch wegen des Vergehens der Verhetzung angeklagt. Er soll auf einem Videokanal eine Gruppe von Österreichern als rassistisch, Nazis und ihrer Sprache als dreckig und erbärmlich beschimpft haben.

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