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Tausende fliehen aus Umland von Aleppo

Tausende fliehen aus Umland von Aleppo

Tausende fliehen aus Umland von Aleppo

Tausende Menschen sind laut syrischen Behördenangaben aus dem östlichen Umland der Millionenstadt Aleppo geflohen. Sie wollen weiteren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und der überwiegend kurdisch geprägten Miliz Syrian Democratic Forces (SDF) ausweichen. Den Angaben zufolge sollen 4.000 Menschen aus den Ortschaften Deir Hafir und Maskana geflüchtet sein.

In der vergangenen Woche war es zu schweren Kämpfen in kurdisch kontrollierten Stadtteilen Aleppos gekommen. Hintergrund ist ein Streit über die geplante Eingliederung der bisher autonom geführten kurdischen Verwaltungen in die staatliche Ordnung. Die Übergangsregierung brachte die kurdischen Stadtviertel Aleppos schließlich militärisch unter ihre Kontrolle.

Nun sollen die SDF-Kämpfer weiter nach Osten gedrängt werden, wo sie weite Teile des Landes unter ihrer Kontrolle haben. Die SDF galten während des Bürgerkrieges in dem Land als wichtigster Verbündeter der USA im Kampf gegen die Terrormiliz IS und beendeten deren Herrschaft in Syrien. Ein Abkommen über ihre Eingliederung in die staatlichen Streitkräfte nach dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad wurde bisher aber nicht umgesetzt.

Die Regierungstruppen hatten einen "humanitären Korridor" für mehrere Ortschaften östlich von Aleppo ausgegeben, um Zivilistinnen und Zivilisten die Flucht zu ermöglichen. Die Frist dafür lief heute Nachmittag ab. SDF-Kämpfer hinderten die Menschen teilweise am Verlassen der Gebiete, wie Augenzeugen einem dpa-Reporter von dort bestätigten.

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