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Terrorermittlungen nach Angriff auf Berliner Stromnetz

Terrorermittlungen nach Angriff auf Berliner Stromnetz

Terrorermittlungen nach Angriff auf Berliner Stromnetz

Nach dem Anschlag mutmaßlicher Linksextremisten auf die Stromversorgung in Berlin hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Ermittelt werde unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe, teilte eine Sprecherin der Behörde heute in Karlsruhe mit. Weitere Auskünfte würden derzeit nicht erteilt.

Grund für den großflächigen Stromausfall war ein durch Brandsätze verursachter Kabelbrand, der aller Wahrscheinlichkeit nach auf das Konto von Linksextremisten geht. Das Landeskriminalamt Berlin, das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz stufen ein Bekennerschreiben einer Organisation namens "Vulkangruppe" als glaubwürdig ein.

Nach Informationen des Verfassungsschutzes bestehen "Vulkangruppen" seit dem Jahr 2011 und verüben seitdem Brandanschläge in Berlin und Brandenburg. Ziele sind zumeist Kabelschächte an Bahntrassen, Funkmasten und die Stromversorgung. Dem deutschen Innenministerium sind derzeit zwölf "strafbare Tatkomplexe" bekannt, zu denen sich die Akteure der Gruppierung seit 2011 bekannten, wie das "Handelsblatt" berichtete.

Zuletzt waren in Berlin noch rund 24.700 Haushalte ohne Strom. Nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin waren zudem noch 1.120 Gewerbebetriebe betroffen. Die deutsche Bundeswehr hilft bei der Logistik und der Betankung von Notstromaggregaten und gibt auch warmes Essen aus.

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