Drei Millionen Öffi-Tickets an Touristen ausgegeben
3,16 Millionen "Guest Mobility Tickets" wurden im vergangenen Jahr an Touristinnen und Touristen ausgegeben. Mit dem Ticket können Gäste alle öffentlichen Verkehrsmittel in Salzburg nützen. Dafür zahlen sie zusätzlich zur Nächtigungsabgabe pro Nacht einen Mobilitätsbeitrag. Landesrat Stefan Schnöll (ÖVP) spricht von einer "echten Erfolgsgeschichte".
50 Cent mehr zahlten Gäste ab Mai 2025 pro Übernachtung in Form der Mobilitätsabgabe und bekamen dafür das Öffi-Ticket ausgehändigt. Die ausgestellten Tickets machten bis Ende Dezember rund 13,658 Millionen Gültigkeitstage aus. Über den gesamten Zeitraum erhielten 60 Prozent der Gäste ein Ticket, zu Spitzenmonaten waren es je nach Bezirk sogar bis zu 88 Prozent, so das Land Salzburg in einer Aussendung. "Das ist eine echte Erfolgsgeschichte", zog Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) Bilanz.
Im Pinzgau, dem tourismusstärksten Bezirk Salzburgs, wurden in den vergangenen acht Monaten die meisten Öffi-Tickets an Gäste ausgeben (1.485.360). Die zweitmeisten Tickets wurden im Pongau ausgegeben (764.530), danach folgten die Stadt Salzburg (557.730), der Flachgau (205.710) und der Lungau (81.155). Die wenigsten Tickets wurden im Vergleich dazu im Tennengau ausgestellt (73.810). Die meisten Tickets, nämlich jeweils über 600.000, wurden in den beiden Sommermonaten Juli und August ausgegeben.
Ziel des neuen Öffi-Tickets für Touristen ist es, das Verkehrsaufkommen in den Gemeinden zu reduzieren und mit den Einnahmen der Mobilitätsabgabe den öffentlichen Verkehr auszubauen. "Durch die Zweckwidmung der Mittel profitieren vor allem die Einheimischen vom Mobilitätsbeitrag, da damit die Öffis für alle Regionen spürbar ausgebaut und verbessert werden. Durch die gewonnene Flexibilität der Gäste steigt auch die Nutzung des Freizeitangebots im gesamten Bundesland und damit die Wertschöpfung in den Regionen", so Schnöll weiter.
Der Präsident des Salzburger Gemeindeverbandes, Manfred Sampl (ÖVP), sieht das Ticket als Chance für den ländlichen Raum: "Die Fahrplanumstellung Mitte Dezember hat wieder zu Verbesserungen geführt. So ist beispielsweise der Lungau näher mit der Stadt Salzburg zusammengerückt. Alle zwei Stunden gibt es nun eine kostengünstige und attraktive Busverbindung in unsere Landeshauptstadt", wird der Bürgermeister von St. Michael (Lungau) in der Aussendung zitiert.
Nicht alle Hoteliers waren von der Einführung des neuen Tickets überzeugt, gegen die Mobilitätsabgabe und deren Verwendung wurde sogar eine Klage beim Landesverwaltungsgericht eingebracht. Das Gericht wies diese jedoch ab. Verkehrslandesrat Stafen Schnöll sieht den Erfolg des Tickets dadurch bestätigt. Im Mai 2027 wird die Mobilitätsabgabe, die die Gäste pro Übernachtung zu entrichten haben, von 50 Cent auf 1,10 Euro angehoben.