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Skiunfälle: Verletztenzahl bleibt konstant

Skiunfälle: Verletztenzahl bleibt konstant

Skiunfälle: Verletztenzahl bleibt konstant

Die kalten Temperaturen und zuletzt auch ein wenig Neuschnee haben viele Menschen auf die Skipisten gelockt. Die Zahl der Verletzten ist dabei ähnlich hoch wie in den Vorjahren, wie Daten aus dem Pyhrn Eisenwurzen-Klinikum Kirchdorf zeigen.

Wenn die Pisten voll sind, hat auch das medizinische Personal im Krankenhaus viel zu tun. Gustav Schmöller, Kniespezialist und Oberarzt in Kirchdorf, erklärt: "Die klassische Skiverletzung ist die Knieverletzung, insbesondere Meniskus-, Kreuzband- und Seitenbandverletzungen." Auch Verletzungen am Brustkorb und Becken sind häufig. Allein im Dezember wurden in Kirchdorf 150 Personen nach Schneesportunfällen behandelt, zwei Drittel davon waren Skifahrer. Der Anteil der Snowboarder sinke kontinuierlich.

Die geringe Schneehöhe oder harte Pisten wirken sich kaum auf das Unfallgeschehen aus. Schmöller betont: "Wir sehen die Pistenverhältnisse nicht als Hauptgrund, sondern klassisch sind zu hohe Geschwindigkeiten, Kollisionen und schlechte Sicht die Ursachen." Alkohol spiele nur selten eine Rolle.

Die Unfallursachen unterscheiden sich nach Altersgruppen, wie Schmöller erläutert: "Gerade hohe Geschwindigkeit ist bei den jüngeren Semestern zwischen 20 und 45 Jahren ein Thema. Ab 50 Jahren fährt man oft langsamer, da kommt es eher zu Umfallern oder Verschneidern." Auch technische Gebrechen können Unfälle verursachen. Es zeige sich, dass das Unfallrisiko stark mit dem Fahrverhalten und der Altersgruppe korreliere.

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