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Experten warnen vor Brandgefahr in Lokalen

Experten warnen vor Brandgefahr in Lokalen

Experten warnen vor Brandgefahr in Lokalen

Nach dem verheerenden Brand eines Lokals in der Schweiz mit mindestens 40 Todesopfern warnen Brandschutzexperten auch in Oberösterreich vor ähnlichen Gefahren. Besonders gefährlich sind sogenannte "Flashover-Brände".

Bei einem Flashover wird ein Entstehungsbrand innerhalb kürzester Zeit zu einem Vollbrand. "Ein Flashover ist der Übergang von einem kleineren Brand zu einem Vollbrand, bei dem die heißen Rauchgase plötzlich zünden", erklärt der Linzer Branddirektor Stefan Krausbar.

Ein besonderes Gefahrenpotenzial geht laut Experten häufig von Dekorationsmaterialien aus. "Gerade der Zusammenhang zwischen brennbaren Dekorationen und zusätzlichen Zündquellen ist extrem gefährlich", warnt Jakob Gschwendtner von der Feuerpolizei Linz, etwa im Zusammenhang mit Kerzen.

Der aktuelle Brand in der Schweiz weckt Erinnerungen an die Diskothek-Katastrophe von St. Agatha bei Bad Goisern im Jahr 1999. Damals war die Tanzfläche mit Styroporflocken dekoriert, 130 Menschen wurden verletzt. Unter anderem waren Notausgänge verstellt – ein Problem, das laut Experten bis heute immer wieder festgestellt wird.

Die Anzahl der zugelassenen Gäste müsse sich strikt nach der Anzahl und Breite der Fluchtwege richten, betonen die Fachleute. So könne laut Gschwendtner ein Fluchtweg mit 1,20 Meter Breite etwa 120 Personen sicher aufnehmen. Zudem gelte eine einfache, aber lebenswichtige Regel: Notausgänge dürfen niemals versperrt oder verstellt sein.

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