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Goldpreis überrascht Anleger: Das steckt dahinter

Goldpreis überrascht Anleger: Das steckt dahinter

Goldpreis überrascht Anleger: Das steckt dahinter

Eigentlich gilt Gold als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Doch im Iran-Krieg passiert das Gegenteil: Die Preise brechen massiv ein.

In Zeiten von Krisen und Kriegen gilt Gold traditionell als sicherer Hafen für Anleger. Doch der aktuelle Konflikt im Nahen Osten stellt diese Annahme auf den Kopf. Seit Beginn des Iran-Kriegs hat der Goldpreis deutlich nachgegeben und das trotz geopolitischer Spannungen.

Zum Wochenstart setzte sich der Abwärtstrend fort. Eine Feinunze Gold kostete am Montag nur noch etwas mehr als 4.300 Dollar, was einem Rückgang von rund vier Prozent im Vergleich zum Freitag entspricht. Noch deutlicher wird die Entwicklung im Gesamtbild: Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran verlor Gold mehr als 18 Prozent an Wert.

Dabei hatte das Edelmetall zu Beginn des Konflikts noch deutlich zugelegt und zwischenzeitlich fast die Marke von 5.420 Dollar erreicht.

Ein zentraler Grund für den Preisverfall liegt in den wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts. Die gestiegenen Ölpreise sorgen für erhöhte Inflationsrisiken. Das wiederum beeinflusst die Geldpolitik der Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank Federal Reserve. Die Aussicht auf sinkende Zinsen hat sich deutlich verschlechtert. Im Gegenteil: Höhere Zinsen bleiben länger ein Thema.

Für Edelmetalle ist das ein Problem. Sie werfen keine laufenden Erträge ab und verlieren in einem Umfeld steigender Zinsen an Attraktivität gegenüber verzinsten Anlagen.

Mit dem aktuellen Rückgang hat Gold sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn wieder verloren. Vom Rekordhoch Ende Jänner bei knapp 5.600 Dollar ist der Preis inzwischen um rund 1.300 Dollar gefallen, ein Minus von etwa 23 Prozent.

Noch dramatischer zeigt sich die Entwicklung beim Silberpreis. Seit seinem Rekordstand Ende Jänner hat Silber nahezu die Hälfte seines Wertes verloren. Am Montag fiel der Preis für eine Feinunze auf rund 64 Dollar. Allein seit Beginn des Iran-Kriegs beträgt der Rückgang mehr als 30 Prozent.

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