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U-Ausschuss: Mordkomplott in Fall Pilnacek „Unsinn“

U-Ausschuss: Mordkomplott in Fall Pilnacek „Unsinn“

U-Ausschuss: Mordkomplott in Fall Pilnacek "Unsinn"

Der U-Ausschuss zu den Ermittlungen in der Causa Pilnacek konzentriert sich heute auf Recherchen zweier Journalisten. Eingangs geladen ist der langjährige Abgeordnete Peter Pilz (ehemals Grüne, Liste Pilz), der sich in zahlreichen U-Ausschüssen in der Vergangenheit profilierte.

Ein "politisches Mordkomplott" bezeichnete Pilz in seinem Eingangsstatement als "Unsinn". In der ÖVP sei man vom Tod des Sektionschefs überrascht worden. "Meiner Meinung nach deutet alles auf beängstigend schlechte Polizeiarbeit hin", sagte der ehemalige Abgeordnete.

Auf die Ermittlungsarbeit sei politischer Einfluss genommen worden. Bei den ersten Darstellungen zur Causa räumte Pilz Fehler ein. Der Oberstaatsanwaltschaft Wien warf er das Verwischen von Spuren vor. Nach seiner Befragung rechnet Pilz nach eigenen Aussagen mit weiteren Anzeigen gegen ihn.

Pilz ist mit medienrechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit seiner Berichterstattung zur Causa konfrontiert, im Fokus stand dabei ein Buch. Er wurde deswegen bereits wegen übler Nachrede in erster Instanz nicht rechtskräftig verurteilt, da er Mutmaßungen angestellt hatte, Spitzenbeamte könnten versucht haben, den tatsächlichen Hergang zu vertuschen.

Nach Pilz geladen ist der ehemalige "Krone"-Journalist Erich Vogl, er war schon früh in die Recherchen im Fall involviert und spielt auch bei den verschlungenen Wegen von Pilnaceks Laptop eine Rolle. Zudem berichtete er über einen heimlich aufgenommenen Mitschnitt, in dem Pilnacek in vertrauter Runde angebliche Interventionen der ÖVP beklagte.

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